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Sr. Elisabeth Schneider versucht das Möglichste zu tun

Hilfe kommt dort an

Seit nunmehr 12 Jahren lebt die gebürtige Erlangerin Elisabeth Schneider als Ordensschwester bei den Dillinger Franziskanerinnen in der Mission in Nordbrasilien. Die gelernte Diplompädagogin arbeitet in der Provinz Areia eine von zwei brasilianischen Ordensprovinzen.

Sr. Elisabeth bezeichnet ihre Arbeit und die ihrer Mitschwestern mit einem Satz: “Wir tun unser Bestes mit dem was wir haben!“. Dass es nicht einfach ist in einem so riesigen Land, mit sehr viel Armut und einer sehr großen Schicht von armen Familien und vor allem Kindern kommt immer wieder aus ihren Aussagen heraus. Auch, dass die Hilfe oftmals aus Deutschland und hier immer wieder aus der Pfarrei St.Ottilie und St. Johannes in Kersbach kommt, betont die sympathische Ordensfrau.

Die Missionsarbeit ihres Ordens begann bereits 1936/1937 als man im Nazideutschland alle katholischen Schulen schloss. Damals kam auf Bitten eines katholischen Priesters die erste Gruppe Schwestern ins Land um dort die ersten Schulen für arme Kinder zu gründen. In den vielen Jahrzehnten wurde es zur täglichen Arbeit der Schwestern soziale Aufgaben und Projekte zu schaffen. So entstanden eine Kinder- und Jugendpastoral neben der Arbeit in Basisgemeinden, Kinderhorten, Kinderkrippen, Arbeit mit Indianern in den Favelas und so weiter. 58 Schwestern des Ordens leben in neun Niederlassungen. Drei große Schulen in eigener Trägerschaft mit angegliederten sozialen Projekten für die Kinder aus sehr armen Verhältnissen.

Sr. Elisabeth sorgt sich seit vier Jahren als Provinzsekretärin und versucht dort die sozialen Projekte voran zu treiben. Drei deutsche Schwestern sind zurzeit noch in Nordbrasilien tätig. Die aus der Pfarrei Herz Jesu in Erlangen stammende Ordensfrau macht einen sehr mutigen und optimistischen Eindruck wenn sie von ihrer Arbeit erzählt. Zurzeit begleitet sie in Aareia zwei hortähnliche Projekte mit zwei Kindergruppen in der Escolinha Esperanca Siegberta. Die Kinder kommen am Vormittag oder auch am Nachmittag d.h. entweder vor dem Unterricht oder nach dem Unterricht in der Schule. Nachholbedarf haben diese aus sehr armen Familien stammenden Kinder allemal, so Sr. Elisabeth. Es beginnt beim Sozialverhalten und oftmals sind die Eltern Analphabeten, müssen tagsüber arbeiten und können ihre Kinder kaum unterstützen, das schlägt sich auf das Verhalten der Kinder nieder. Im Kinderhort erhalten die Minderjährigen kostenlos Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, eine tägliche warme Mahlzeit und auch Freizeitangebote gehören zum Angebot. Sehr beliebt ist der Handarbeitsunterricht, denn er kann auch später einmal zum Broterwerb nützlich sein. Durch Elternarbeit und Hausbesuche, sowie das feiern von Kirchenfesten, Muttertag und Kindertag versucht Sr. Elisabeth mit ihren Mitschwestern die Eltern in die Erziehungsarbeit mit einzubeziehen und vor allem zu stärken. Mit Freude berichtet Sr. Elisabeth, dass die Elternabende in der letzten Zeit immer besser ankommen. Wenn man Schwester Elisabeth danach fragt was sie und ihre Mitschwestern zum weitermachen ermutigt kommt die Antwort: „Die kleinen Erfolgserlebnisse ermutigen uns immer wieder aufs Neue“. Ein weiteres von ihr betreutes Projekt ist die Arbeit mit drogenabhängigen Mädchen und Frauen. Die „Fazenda do Sol“ zum Beispiel ist ein Ort für drogenabhängige junge Frauen. Drogen sind ein sehr großes Problem in Brasilien. Unter Leitung zweier Franziskanerinnen und anderer Ordensschwestern können die Frauen dort freiwillig einem sehr harten Drogenentzug machen. Ein sehr strenger Tagesablauf, sehr diszipliniert, mit den drei Grundpfeilern Gebet, Arbeit und Zusammenleben ist die Voraussetzung von den Drogen los zu kommen erklärte die Ordensfrau. Nicht viele halten die Therapie durch, aber es gibt Erfolgserlebnisse.

Geld ist knapp und umso mehr weiß es Elisabeth Schneider zu schätzen wenn hier in der Heimat Geld gesammelt und gespendet wird. Häufig sind es „die kleinen Leute“ welche Aktionen hier starten um Geld zu sammeln. Das nenne ich Solidarität mit den Armen.

Die Frage wie lange die Ordensschwestern diese Projekte betreiben beantwortet Schwester Elisabeth so: „Grundsätzlich können wir Schwestern, die wir in kleinen Gemeinschaften leben nur zeitlich begrenzt diese Projekte betreiben. Wir geben Impulse, bauen etwas auf, das dann selbstständig weiter laufen kann.“ Die Mitarbeit in der Pfarrei ist ihnen auch wichtig. Auch hat sich in den letzten acht Jahren, seit es die Regierung von Lula gibt sehr viel verbessert. So zum Beispiel berichtet Schwester Elisabeth gibt es die sogenannte „Bolsa familia“ ein Art der Sozialhilfe, wie wir sie kennen, welche an Mütter ausgezahlt wird. Auch gibt es die Aktion „Eine Million Zisternen für Brasilien“ welche gegen die Wassernot helfen will. Schwester Elisabeth bemerkt auch, dass man vor Ort etwas einfordern muss, damit die dort Verantwortlichen wachgerüttelt werden und Aktivität an den Tag legen.

Die Pfarrei Kersbach zu der Schwester Elisabeth regen und ständigen Kontakt hält übergab ihr nun während ihres Heimaturlaubs eine Spende von 2000 € aus den Erlösen des Pfarrfestes, Adventsbasar, Spende des Seniorenclubs St. Ottilie und dem Erlös des Fastenessens. Diese Hilfe wird sicher wieder sehr viel helfen in Brasilien so die Schwester und bedankte sich herzlich im Namen der Menschen, die dadurch wieder Hilfe erfahren werden.

Wer gerne einmal etwas Spenden möchte kann hierzu mit der Pfarrei Kersbach gerne Kontakt aufnehmen. Denn helfen kann man schon mit kleinen Beträgen, welche dann große Wirkung haben können.